heimat, heimat, heimat

 

hierzu mal ein paar ganz banale mitteilungen aus dem alltag. 

ich habe nämlich gerade einen monat lang mit meinem besten freund bett und zimmer geteilt. und das bedeutet: ich habe seine vierzehn qm mit meinen unzähligen kubikmetern plunder vollgemüllt und ihm jede nacht das kissen streitig gemacht. JETZT aber habe ich endlich mein zimmer beziehen dürfen. und das bedeutet: kisten schleppen. und die packe ich nicht mal aus, denn in diesem zimmer werde ich auch nur einen monat wohnhaft bleiben (den ich aber auch eh überwiegend unterwegs verbringe), denn dann löst sich diese wg hier auf und zieht woanders hin. und was mit mir dann passiert, ist mir noch nicht so richtig klar. jedenfalls suche ich jetzt wieder eine wohnung (und eine kleine suchmeldung ist unten zu lesen. das erlaube ich mir, weil der hamburger wohnungsmarkt einfach unfassbar ist!)...

 

morgen fahre ich erstmal in meine ALTE HEIMAT. nach cuxhaven. dort bin ich dann zwei wochen lang und schreibe mit schülern an geschichten, die sich mit aufbruch beschäftigen. wenn der workshop zustande kommt, wenn also genug leute mitmachen und wenn die geschichten schön werden und die teilnehmer lust und mut haben, dann wird es diese geschichten auch hier auf dieser seite zu lesen geben (und vielleicht sogar zu hören! wir planen, die geschichten auch gleich einzulesen!). und dann wird sich auch endlich der mitmach-bereich, der bisher noch ganz leer ist, füllen. man kann mir aber auch gern schon vorher kleine, große fetzen, gedanken, geschichten, ideen, momente zuschicken, die mit heimat, unterwegssein, aufbruch oder ähnlichem zu tun haben. darüber würd ich mich sehr freuen. uwe hat z.b. gestern nacht ein paar kleine gedanken und momente im gästebuch hinterlassen. jeah!

 

und ansonsten wollte ich mal mitteilen, dass ich versuchen werde, immer so um den freitag herum (naja, sagen wir mal: zum wochenende), ein neues portrait auf die seite zu stellen. manchmal mag sich der termin vielleicht verschieben, denn nicht überall hat man ja internet, aber eigentlich sollte es ungefähr so funktionieren. also: DRAN BLEIBEN!

 

und zum abschluss noch ne kleine umfrage: ich such worte. worte, die einen vorgang oder ein ritual beschreiben, das es nur bei dir in der region gibt. oder die einen solchen vorgang zumindest mit einem wort beschreiben, das es nur in deiner region gibt. 

ich wollte nämlich neulich einem berliner freund erzählen, was boßeln ist. wusste er nicht. kannte er nicht. kennt man auch nicht, offenbar, wenn man nicht vonne küste wech kommt. kann man nämlich auch nur bei uns spielen, da wo es flach ist. boßeln ist: durch die gegend laufen, einen bollerwagen mit getränken ziehen, eine schwere gummikugel vor sich herwerfend, ihr hinterher laufen, dabei trinken und irgendwann irgendwo landen und grünkohl essen. boßeln, ganz klar.

 

 

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ich bin auf der suche. mal wieder. und zwar nach einer neuen heimat. einer wohnung, in hamburg.

 

noch bis mitte januar kann ich notfalls irgendwo unterkommen, trotzdem suche ich ab sofort: 

eine schöne 2-3 zimmerwohnung, gerne mit balkon oder ähnlichem, 

gern auch in altona, ottensen, st. pauli, eimsbüttel, 

von mir aus aber auch in sonstwo, wo es okay und einigermaßen zentral ist, 

also bahrenfeld, wilhelmsburg, berliner tor wären auch okay, wenns ne schöne butze ist...

 

wir sind zu zweit und könnten so bis maximal 700 € löhnen.

 

ich würd mich riesig freuen, wenn jemand was hört, was hat, wen kennt

- und mir bescheid gibt.

 

finn@pipe-up.de

 

 

und so beknackt sieht das ganze dann in der regel aus: 

(ich kenne diese menschen übrigens nicht - aber unser abi-jahrgang macht auch jedes jahr so eine tour. zum glück gibts davon noch nichts auf youtube!)

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Tilla Pe (Donnerstag, 04 September 2008 11:35)

    Über das "boßeln" hab ich mich jetzt richtig gefreut. Ich bin ja Beutehessin, ursprünglich ein Nordlicht und habe auch schon verzweifelt versucht, den Leuten hier in Südhessen zu erklären, was es für einen Sinn und Zweck hat, boßeln zu gehen und was das denn überhaupt ist. Im Gegenzug wurde ich mit Worten wie "Kolder" und "bätzisch Grott" konfrontiert. Das erste ist eine Decke, das zweite ist ganz schwer zu umschreiben :)

  • #2

    jens (Dienstag, 09 September 2008 20:13)

    mir ist gerade ein wort eingefallen. kennt man vielleicht häufiger als boßeln, kann man aber trotzdem nur in einer region machen. fängt auch mit bo an. ich meine "boofen". also schlafsack schnappen, was zu trinken und zu essen (knüppelkuchen oder so), dann in die s-bahn (von dresden aus) und dann in die sächsische schweiz. ein wenig wandern, vielleicht klettern und dann übernachten. draußen. unter oder in, wie man will, überdachten sandsteinnischen oder halben höhlen mit feinem sand - ist halt aus sandstein, die sächsische schweiz.
    dazu vielleicht ein feuerchen (ist aber verboten im nationalpark), ein wein mit freunden oder zwei. sehr feine sache das. boofen. klingt schon sehr sächsisch. ich kannte es nicht, als ich nach tharandt (dresden) zum studieren ging.